PITT-KID Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie für Kinder & Jugendliche in Zürich

Referent: Dr. med. Andreas Krüger
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Assistenz und Organisation vor Ort: MSc MSc Marc Heusser, eidg. anerkannter Psychotherapeut

Daten:  16.–18.9.2019, 18.–20.11.2019, 31.8./1.9.2020

PITT-KID berücksichtigt entwicklungspsychologische Aspekte von Symptomatik und Therapie und integriert eine kindgerechte Psychoedukation sowie Ego-State-Methode. Es wird die Versorgung von Kindern ab etwa zwei Jahren bis zum jungen Erwachsenenalter erarbeitet. Eine partizipative Allianz mit dem fürsorglichen sozialen Umfeld potenziert Heilungserfolge und macht sie oft überhaupt erst möglich. 
Organisation: Dr. med. Andreas  Krüger, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Credits: SGPP/SGKJPP 61 credits, ASP/FSP/SBAP/ASCA (erst beantragt) 47 Stunden
Information über PITT-KID: (pdf)
Anmeldung: ipkj.de

Der Kurs ist so konzipiert, dass sehr intensiv an Handwerkszeug gearbeitet wird, das heisst Neugier auf einen etwas anderen Weg der Psychotherapie. Grundlagenwissen Psychotraumatologie ist hilfreich. Es wird in diesen Kursen sehr viel Wert auf Selbsterfahrung gelegt. Sie werden daher einzeln in der Grossgruppe sowie in Kleingruppen üben. Daneben gibt es natürlich Theorie. Ausserdem wird mit Demonstrationen in Rollenspielen gearbeitet. Daher ist für Grundsatzdiskussionen in den Kursen kaum Zeit.

Die einzelnen Elemente der Kurse bauen aufeinander auf. Es ist daher sehr wichtig, dass Sie die gesamte Zeit anwesend sind.

PITT-KID wird von der DeGPT als Traumatherapieverfahren anerkannt.
Die nachfolgenden Schweizer Fachgesellschaften haben die Veranstaltung akkreditiert:
SGKJPP und SGPP haben je 61 Credits bewilligt
ASP, SBAP, FSP und ASCA (erst beantragt) haben je 47 Stunden bewilligt oder anerkannt

PITT-KID Grundkurs und Vertiefung – Kursbeschreibung

PITT-KID ist ein psychodynamisches Verfahren, das verschiedene Ansätze integriert, die sich klinisch in der Behandlung von traumatisierten KlientInnen als hilfreich erwiesen haben. Eine besondere Rolle kommt einem differenzierten Ego-State-Ansatz zu. Sowohl bei akuten als auch bei (früh) chronisch-komplexen Traumafolgestörungen hat sich PITT-KID bewährt.

Sie leitet sich vom Vorgehen des PITT-Verfahrens ab, das von Prof. Luise Reddemann für erwachsene KlientInnen erarbeitet wurde. In der PITT-KID wurde eine reiche, standardisierte Bildsprache entwickelt, die einen Zugang zu jungen Menschen aller Altersstufen eröffnet und unter anderem neue Möglichkeiten einer differenzierten Psychoedukation bereithält. Der soziale Kontext aus familientherapeutischer, systemischer Perspektive wird traumapsychologisch fundiert ebenso berücksichtigt wie entwicklungsbezogene Aspekte der Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Insbesondere geht es um die Nutzung entwicklungsabhängiger Quellen der Kraft sowie die imaginative Arbeit im Spiel und bei gedanklicher Auseinander- setzung, die viele KlientInnen da abholt, wo sie ohnehin Ressourcen haben.

Von der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie e.V. (DeGPT) (Zusatzqualifikation «Spezielle Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen») ist PITT-KID als Behandlungs- verfahren bei schwerer, chronifizierter PTBS mit komplexer komorbider Symptomatik bei Kindern und Jugendlichen anerkannt. Die Wilhelms-Universität Münster hat die Wirksamkeit des Verfahrens in einer ersten Evaluationsstudie nachgewiesen.

Andreas Krüger über Hilfe für traumatisierte Kinder (im ARD Fernsehen)